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25 Jahre Jugendfeuerwehr Eibelstadt

24.09.2015


Nachdem Bürgermeister Schenk alle Anwesenden begrüßte, ging ein besonderes Grüß Gott an die Jugendfeuerwehren aus Eibelstadt, Frickenhausen und Sommerhausen, die in selbstständigen Übungen mehrere Aktionen vorführten,  wie „Wasserrettung am Johannisfeuerplatz“, „Löschaufbau“ und  „Gerüst-Rettung“.

Es folgt nun ein Auszug aus der Rede zum 25-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr Eibelstadt am Sonntag, den  06. September 2015:

„Seit nunmehr 25 Jahren finden sich Jugendliche unserer Stadt unter dem Symbol einer lodernden Flamme mit stilisiertem Feuerwehrhelm zusammen. Diese Flamme steht nicht nur für das Einsatzgebiet der Feuerwehr, sie ist auch zum Symbol für das Lauffeuer geworden, mit dem sich die Jugendfeuerwehr-Idee hier bei uns verbreitet und entwickelt hat. Und nicht zuletzt ist sie auch ein Sinnbild für das Engagement, mit dem die Feuerwehrleute in spe bei der Sache sind.

Es gibt also allen Grund, das heutige Jubiläum zu feiern. Ich freue mich, dass ich meine Glückwünsche ganz persönlich überbringen kann, und darf versichern, dass die Jugendfeuerwehr in ganz Eibelstadt viel Anerkennung gefunden hat. Ich danke euch, liebe Mädchen und Jungen, sowie euren Betreuern für das in vielen Jahren bewiesene Engagement. Aktuell sind 22 Jugendliche aktiv dabei! Das ist toll!

Wenn wir heute so zurückblicken und Bilanz ziehen, dann kann sich das Ergebnis wahrlich sehen lassen. Wie gesagt, die Jugendfeuerwehr hatte von Beginn an regen Zulauf. Die gute Ausbildung für alle und eine gute Zusammenarbeit sind und waren  immer ein wichtiger Punkt bei der Eibelstadter Feuerwehr.

Dass beides immer gelungen ist, ergibt sich schon daraus, dass viele der Jungen und Mädchen aus der Jugendfeuerwehr später zur regulären Feuerwehr gegangen und dort in verantwortungsvolle Positionen aufgerückt sind. Es hat sie gepackt, was sie in der Jugendgruppe erlebten, es hat sie gedrängt, auch im Ernstfall unter Beweis zu stellen, was sie alles gelernt hatten. Und so ist auch für unsere Freiwillige Feuerwehr der Begriff Nachwuchsmangel ein Fremdwort. Dies liegt natürlich auch an den handelnden Personen – Artur Fröhling und Team. Topergebnisse bei Jugendleistungsprüfungen in Zeit und Ausführung und beim  jährlichen Wissenstest. Nur Übung macht schließlich den Meister. Das ist auch oder gerade bei der Feuerwehr mit ihrem immer breiteren Einsatzspektrum und ihrer High-Tech-Ausrüstung so.

In Übungen und Wettbewerben gut abzuschneiden, das stärkt die Motivation und bringt Anerkennung. Solche Übungen und Wettkämpfe sind die ersten Momente, in denen sich die angehenden Feuerwehrleute bewähren. Aber auch in der Praxis hat sich unsere Jugendfeuerwehr bereits bewährt. Nicht gerade bei Großfeuern, wohl aber bei Veranstaltungen der Stadt,  wo die Jugendfeuerwehr mit den „großen Feuerwehrleuten“ bereitsteht, Verkehrsregelung zu gewährleisten, beim i-welt-Firmenlauf, bei Weinfesten, Prozessionen, Dettelbach Wallfahrt, Hochwasserschutz u.a. oder anschließend den Festplatz wieder in Ordnung zu bringen. Das mag man als kleine und auch nicht besonders spannende Aufgaben ansehen, aber es ist doch unverzichtbar für das Gelingen einer solchen Veranstaltung und für den Betrieb in einer Kommune. Und – ich weiß, wovon ich spreche – freiwillige Helferinnen und Helfer kann man eigentlich nie genug haben.

Etwas zu machen, etwas gemeinsam mit anderen zu machen ist sicher ein ganz ausschlaggebendes Motiv, um zur Jugendfeuerwehr zu gehen. Die Mädchen und Jungen, die zur Jugendfeuerwehr gehen, nehmen die Werte unserer Gesellschaft wie Solidarität und Verantwortung ernst. Ihnen ist es wichtig zu lernen, wie man helfen kann. Ihnen ist es wichtig, anderen beizustehen und etwas für die Gemeinschaft, in der sie leben, zu tun. Und wie alle, die sich für etwas engagieren, erfahren sie dabei, dass ihr Einsatz nicht nur der Gemeinschaft hilft, sondern dass er ihnen auch Spaß macht.

Diese Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ist unverzichtbar für unser Gemeinwesen. Ohne ehrenamtliches Engagement oder Freiwilligenarbeit würde unsere Gesellschaft nicht so funktionieren, wie sie es tut. Sich einzusetzen ist ein Kennzeichen von Demokratie. Jeder Einzelne, der sich für sein Umfeld verantwortlich fühlt und die Initiative ergreift, macht Demokratie lebendig und bringt unsere Gesellschaft weiter.

Als „früheste, lebendigste und mutigste Bürgerinitiative“ unseres Landes hat der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker einmal die Freiwillige Feuerwehr bezeichnet. Als die ersten Feuerwehren entstanden, war das Wort Bürgerinitiative noch unbekannt, aber das Bewusstsein allseits vorhanden, dass es auf die Initiative der Bürger ankommt, damit das Gemeinwesen gut funktioniert. In Eibelstadt können wir stolz sein auf 140 Jahre aktive Wehr, 40 Jahre Damenwehr und eben 25 Jahre Jugendfeuerwehr.

Der Einsatz der freiwilligen Helfer ist nach wie vor unverzichtbar, zumal sich ja das Aufgabenspektrum stark erweitert hat. Neben die – weiterhin wichtige – Brandbekämpfung sind Rettungseinsätze bei Notfällen (HVO) aller Art getreten. Ob Naturkatastrophen, Verkehrsunfall oder Gefahrgütersicherung – die Feuerwehr ist kompetent und zuverlässig zur Stelle.

Ganz gleich, worum es geht – die Feuerwehr ist da, wenn Not am Mann ist.

Ohne sie würde unser Rettungswesen nicht so reibungslos funktionieren, ohne sie müssten viele Menschen weitaus länger auf Hilfe warten. Wir brauchen das freiwillige Engagement, und wir brauchen Institutionen, die die Kultur des Helfens weitergeben.

Deshalb war es ein großer Schritt, im Jahre 1990 die Jugendfeuerwehr zu gründen, um bereits ganz jungen Menschen die Grundlagen des Feuerwehrwesens zu vermitteln.
In all den Jahren ist eine vorbildliche Jugendarbeit geleistet worden. Generationen von Mädchen und Jungen haben hier eine Gruppe gefunden, die ihren vielseitigen Interessen entsprach. Sie konnten hier sowohl ihrem Wunsch entsprechen, zu lernen, wie man anderen hilft, als auch ihrem Bestreben, in ihrer Freizeit mit anderen zusammen etwas zu erleben. Der rege Zulauf hat nicht nur bewiesen, wie richtig dieses Konzept ist, sondern auch, dass Jugendliche heutzutage über viel Sensibilität und Verantwortungsgefühl verfügen.

Das Bayernweite Motto „ Mach dein Kind stolz“ bekräftigt und bestärkt dies.

Wir können beruhigt in die Zukunft blicken, in die Zukunft unserer Feuerwehr sowie die unserer Stadt. In diesem Sinne wünsche ich der Jugendfeuerwehr weiterhin viel Erfolg und viel Spaß bei den gemeinsamen Unternehmungen.“