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Verleihung der Ehrenbürgerschaft für Dr. Franz Schicklberger

17.10.2014

Verleihung der Ehrenbürgerschaft für Dr. Franz Schicklberger
am Freitag, dem 03. Oktober 2014, auf dem Marktplatz
der Stadt Eibelstadt

Für sein jahrzehntelanges Wirken um das Wohl von Eibelstadt bekam Herr Dr. Franz Schicklberger eine besondere Aus-zeichnung. Er wurde zum Ehrenbürger der Stadt Eibelstadt ernannt.

Auszüge aus der Rede von 1. Bürgermeister Markus Schenk zur Person von Ehrenbürger Dr. Franz Schicklberger:

„Es ist leichter, ein Held“ zu sein, als ein Ehrenmann. Ein Held muss man nur einmal sein, ein Ehrenmann immer.“
(Dichter Luigi Pirandello)

„Auf alles einzugehen, was Sie in Ihren Funktionen als Stadtarchivar seit 12 Jahren, als 1.Vorstand des Heimatvereines seit 24 Jahren und als Heimatmuseumsverantwortlicher seit 1987, also 27 Jahre, für die Stadt Eibelstadt getan haben, dazu reicht meine Redezeit bei Weitem nicht.
Deshalb vertraue ich dem Sprichwort, dass weniger mehr ist, und hebe an dieser Stelle nur ein paar Wegmarken hervor, die Ihr Wirken in besonderer Weise beleuchten und eng mit Ihrem Namen verbunden sind.

Zu einigen Leistungen die ich konkret benennen darf:

Heimatkundliche, historische und volkstümliche Publikationen:
Alte Geschichten aus Würzburg – Spaziergänge zu sagenumwobenen Städten; Wan khörd d´Mai? – Aus dem Leben der Eibelstadter mit ihrem Main nach archivalischen Quellen; Das     gotische und das barocke Rathaus von Eibelstadt                    
Bildbände (in Zusammenarbeit mit Rudi Siegler, O. Schlereth, Kurt Karl, Klaus Löwel): Begehrte Eibelstadter Bilderbogen; Eibelstadt – Stadtjubiläum 1987        

Historische Aufsätze, Typoskripte, Referate und heimatkundliche Artikel von Eibelstadt:
Die Mariensäule auf dem Marktplatz; Der alte Fronhof in Eibelstadt; 600 Jahre Brandschutz und Feuerwehr in Eibelstadt; Großbrände in Eibelstadt, Die Siebenlister; Spaziergang durch die Jahrhunderte, Die vier wunderberlichen Eygenschafft und Würckung des Wein, Der Kreuzweg von 1775 in der Kreuzkapelle zu Eibelstadt, Friedhöfe in Eibelstadt, Sou idd uns dr Schnawl gwachsa – Weisheiten, Frechheiten und Worte des Trostes aus Eibelstadt

Zudem haben Sie rund 200 Zeitungsartikel zu Eibelstadt verfasst.

Allein dies zeigt anschaulich, welch großen Einsatz, welche Zielstrebigkeit und Kompetenz Sie stets bewiesen haben und welch nachhaltigen Einfluss Ihr ehrenamtliches Wirken auf die Entwicklung von Eibelstadt hatte.

Diesen Einsatz haben Sie, lieber Herr Dr. Schicklberger, stets gezeigt. Diese Haltung hat Ihnen viele Ämter und Funktionen eingebracht, die Ihre Zeit und Kraft stark beanspruchen. Dennoch sind Sie stets ansprechbar für die Stadt Eibelstadt; Sie halten den Kontakt zu den Menschen und stehen für Fragen zur Historie in unserem Ort jederzeit zur Verfügung.

Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, etwas bewegen und in ihrem Fall der Welt der „Kultur“ mitmischen zu können, der bleibt meist gern dabei. Aber bei Ihnen war es mehr: Es war die Überzeugung, dass man Verantwortung übernehmen muss; es war die Überzeugung, dass bürgerschaftliches Engagement das A und O unserer Gesellschaft ist.

Dafür haben Sie geworben, mit Worten und mit Taten. Für praktizierten Gemeinsinn, für eine Kultur des Mitmachens. Denn in ihr liegt der Kern unserer Demokratie: Alle Bürgerinnen und Bürger, die es wollen, können sich einbringen und mitentscheiden. Die Wege führen von unten nach oben und nicht umgekehrt. Mit Menschen, die sich zum Mitmachen bewegen lassen, mit Menschen, die Gemeinsinn praktizieren. Dann lebt die Demokratie, dann erfährt jede Gesellschaft Zusammenhalt und Stabilität.

Lieber Herr Dr. Schicklberger, Sie haben bürgerschaftlichem Engagement in der Stadt Eibelstadt ein Gesicht gegeben. Und dafür möchten wir Ihnen heute mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft ganz herzlich danken. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen Gesundheit und Gottes Segen!

(Markus Schenk)
1. Bürgermeister