Die Geschichte der Stadt Eibelstadt

Eibelstadt gehört mit seiner über 1200-jährigen urkundlich bezeugten Geschichte zu den Perlen Frankens. Mittelalter und Neuzeit harmonieren in diesem malerischen Mainstädtchen.

Die Stadt zählt heute ca. 3.000 Einwohner.
Der Gast erlebt die Jahrhunderte der Geschichte des Ortes, wenn er auf dem Marktplatz vor der Madonna im goldenen Strahlenkranz von 1658 begrüßt wird.

Hinter der Mariensäule erhebt sich das 1708 vollendete barocke Amtshaus des Würzburger Domkapitels, das heute Rathaus und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft ist. Errichtet wurde das Gebäude von dem berühmten Würzburger Baumeister Josef Greising.

Den Rathaussaal ziert eine Stuckdecke aus der Erbauerzeit.

Im Foyer ist ein Kruzifix aus der Werkstatt Tilmann Riemenschneiders zu bewundern.

Das Wein- und Steuerglöcklein aus dem 14. Jahrhundert im Dachtürmchen erinnert noch heute an die alte Form der Steuereinhebung.

Den großzügig angelegten Marktplatz, auf dem alljährlich große Weinfeste abgehalten werden, säumen neben stattlichen Bürgerhäusern auch verspielte Fachwerkhäuschen.

Beherrschend erhebt sich nördlich des Marktplatzes die Pfarrkirche St. Nikolaus, deren ältester Teil bis in das 13. Jahrhundert zurückgeht.

Das Gotteshaus birgt zahlreiche Kostbarkeiten: so eine Kreuzigungsgruppe aus der Werkstatt Tilmann Riemenschneiders um 1505 und verschiedene spätgotische Figuren.

Den Mittelpunkt der Kirche bildet der interessante Barockaltar.

Wenn der Gast den Ort durchsteift, trifft er neben der Kirche auf das alte fachwerkgeschmückte Frühmesserhaus, das heute unser Heimatmuseum beherbergt.

Den Ort zieren ferner wuchtige und verspielte Repräsentationsbauten vergangener Jahrhunderte wie der ehemalige Präzenshof des Würzburger Domstifts, verschiedene Adelshäuser, ehemalige Höfe von Stiften und Klöstern und Reste eines Königshofes aus der Stauferzeit.

Außerhalb der Stadtmauer findet der Wanderer die 1661 vollendete Kreuzkapelle, die früher in den Weinbergen und heute in dem Neubaugebiet des Orts liegt.

Immer wieder stößt der Besucher aber auch auf die vollständig erhaltene Stadtmauer und mächtige Befestigungstürme, deren trutzigster der Kereturm aus dem Jahre 1573 in unmittelbarer Nähe des Würzburger Tores als eines der Wahrzeichen des Ortes über die Stadt wacht.

Insgesamt hat die Wehrmauer 14 Türme.

Im Jahre 1434 erhielt Eibelstadt von Kaiser Sigismund das Stadtrecht zugesprochen. So konnte sich der Ort befestigen, Märkte abhalten und ein eigenes Siegel führen, und keiner seiner Bewohner durfte vor ein fremdes Gericht geladen werden.

Das Wappen des Städtchen zeigt einen halben gekrönten Löwen mit einer Weinrebe in seinen Pranken.

Die Farben Eibelstadts sind die alten Kaiserfarben Schwarz und Gold, gleich den Farben Aachens, der Krönungsstadt von Kaiser Karl dem Großen.